Auf dem Weg zu einer würdigen Sterbekultur

Die Hospiz Stiftung Niedersachsen – Eine Initiative der Kirchen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hospizarbeit in Vereinen und Verbänden, Krankenhäusern und Pflegeheimen, Hospizen und anderen Einrichtungen, die mit Sterben, Tod oder schwerer Krankheit verbunden sind, zu fördern.

In der modernen Hospizarbeit geht es vor allem um die Begleitung von sterbenden Menschen und ihren Angehörigen, um ein würdiges, möglichst selbstbestimmtes Abschiednehmen, um einen bewussten Umgang mit dem Tod und der Sterblichkeit und ein Aushalten oder Abbauen von Ängsten. Dies alles sind unverzichtbare Aufgaben, die größtenteils von Freiwilligen übernommen werden.

Ehrenamtlichkeit fördern, Dialog ermöglichen

Oberstes Ziel der Hospiz Stiftung ist es, die Ehrenamtlichkeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung zu unterstützen. Ehrenamtliche Hospizhelfer sollen Fortbildungen und Projekte nicht aus eigener Tasche finanzieren müssen. Denn Ehrenamt ist kostbar und gesellschaftspolitisch wertvoll. Daneben setzt sich die Stiftung dafür ein, einen offenen Dialog über Sterbebegleitung und Hospizarbeit zu ermöglichen und so der gesellschaftlichen Tabuisierung des Themas Tod sensibel, aber deutlich zu begegnen.

Sterbebegleitung ist gelebte Nächstenliebe

Hospizarbeit als Akt der Nächstenliebe ist christlich motiviertes Handeln, ist Handeln im Sinne des christlichen Glaubensverständnisses. Aus diesem Bekenntnis heraus haben sich drei katholische Bistümer und fünf evangelische Landeskirchen in Niedersachsen zusammengetan und das Gründungskapital in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.